Wie aus einem Bulletin der chilenischen Regierung hervorgeht, verkleinerte sich der Mond in der Nacht von Freitag auf Sonnabend kurzzeitig um fast drei Prozent. Nach einigen Sekunden nahm der Mond wieder seinen ursprünglichen Umfang an. »Drei Prozent hört sich vielleicht erstmal wenig an«, sagt die Astrophysikerin Fernanda Ortega von der Universität in Santiago. »Doch bei einem Umfang von mehr als 10.000 Kilometern sind das immerhin 300 Kilometer, die der Mond kleiner geworden ist.«
Darüber, wie das Ereignis zu erklären ist, brach unter Experten ein heftiger Streit aus. Einige Wissenschaftler spekulierten auf einen bewusst ausgelösten Materieverdichtungseffekt, der das Schrumpfen des Mondes ausgelöst haben könnte. »Als wir davon hörten, war die Heiterkeit groß hier im Institut«, berichtet Ortega. »Aber wenn wir ehrlich sind: Eine bessere Erklärung haben wir auch nicht.«
Ein Messfehler kann derzeit noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Allerdings meldeten Stationen aus anderen Ländern inzwischen Daten, die die Angaben aus Chile bestätigen. Bleibt also eine Frage ungeklärt: Wer schrumpfte gestern Nacht den Mond?





Hinterlasse einen Kommentar
1 Kommentar auf "Mond geschrumpft"
Hallo! Das ist ja gruselig!